Philosoph und Künstler
Willkommen auf meinem Internetauftritt.
Hier sammle ich Texte, Kunst, Musikstücke und Fotografien von mir.
Als persönliches Portfolio und als Einladung für dich, sie zu lesen, anzuschauen oder anzuhören.
Bisher verstehe ich mich als Kleinkünstler.
Hauptberuflich setze ich mich für Demokratiebildung an Schulen und in der Gesellschaft sowie für die Förderung von direkter Demokratie ein.
Kleine künstlerische Aufträge oder Anfragen sind trotzdem willkommen.
Alle Texte, Fotos und Musikstücke dürfen geteilt und zu nicht-kommerziellen Zwecken verwendet werden unter Angabe meines Namens.
Kunst
Chronicles from the Siege
Die Sprache des Kinos ist eher das Zeigen als das Sprechen. Und es ist ein Statement von Wim Wenders und der Jury der Berlinale, die wegen ihrer Unpolitikalität kritisiert wurden, dass der Goldene Bär und der Preis für den besten Debütfilm an Filme gingen, die die Ungerechtigkeit der Unterdrückung auf so kunstvolle, detaillierte und humanistische Weise zeigen. Während sich „Yellow Letters“ von Ilker Çatak auf die privilegierte Welt konzentriert, zeigt „Chronicles from the Siege“ von Abdallah Al-Khatib die rohe Brutalität des Überlebens in Palästina.
Fiktion
Die Zügel der Veränderung
Die Angst sitzt auf dem Rücken der Veränderung. Rückwärts gewandt fest im Sattel. Ledernde Zügel verbinden die Angst mit dem stürmischen Ross. »Sieh, was du aufgibst!«, spricht die Angst. »Sieh, wie schön ich springen kann!«, erwidert das Ross. »Aber bist du bereit?«, fragt die Angst. »Wenn ich springen kann, dann bin ich bereit.« »So wirst du alles, was du kannst!«, donnert die Angst, »aber du wirst nicht, wer du bist.« »Wer bin ich, wenn nicht der, der ich sein kann?«, fragt das Ross. »Ich weiß, dass du jemand bestimmtes bist« spricht die Angst. »Ich wurde geschaffen, damit du nicht gedankenlos über jeden Stock und Stein springst, der da vor dir liegt. Ich will, dass du mitbekommst, was du tust, und dass du nur über den Stein springst, den du bewältigen willst.« Die Angst fährt fort: »Ein jeder Sprung wird dich verändern. Übe deinen Willen und ich werde dich nicht länger quälen. Wenn dein Herz höherschlägt, weil du weißt, dass der Sprung bedeutungsvoll ist, so werden mir die Zügel entgleiten.«
Denken
Das Ende des Theaters?
Schauspielhaus Bochum. Premiere eines portugiesischen Stücks. Letzter Akt. Ein Schauspieler spricht den Monolog eines faschistischen Diktators. Es gibt Buhrufe. Zuschauer betreten die Bühne, werden handgreiflich. Seine Schauspielkollegen müssen eingreifen.



