Philosoph und Künstler
Willkommen auf meinem Internetauftritt.
Hier sammle ich Texte, Kunst, Musikstücke und Fotografien von mir.
Als persönliches Portfolio und als Einladung für dich, sie zu lesen, anzuschauen oder anzuhören.
Bisher verstehe ich mich als Kleinkünstler.
Hauptberuflich setze ich mich für Demokratiebildung an Schulen und in der Gesellschaft sowie für die Förderung von direkter Demokratie ein.
Kleine künstlerische Aufträge oder Anfragen sind trotzdem willkommen.
Alle Texte, Fotos und Musikstücke dürfen geteilt und zu nicht-kommerziellen Zwecken verwendet werden unter Angabe meines Namens.
Kunst
Enzo
Der 16-Jährige Enzo bricht die Schule ab und beginnt eine Ausbildung zum Maurer. Nach der Arbeit springt er in den Pool des Hauses seiner wohlhabenden Eltern und zieht mit disziplinierten, immer gleichen Bewegungen seine Bahnen. Seine Eltern unterstützen ihn, halten ihre Sorgen und Kritik an Enzos Entscheidung aber nicht zurück. Ihnen wäre lieber, wenn er die Schule beendet und seinem künstlerischen Talent auf einer Privatschule nachgeht. Auf dem Bau lernt er den gutaussehenden Ukrainer Vlad und dessen Kumpel Miroslav kennen. Enzo fühlt sich auf eine jugendlich unerfahrene Weise in der sommerlichen Kulisse der Côte d’Azur zu Vlad hingezogen.
Fiktion
Die Zügel der Veränderung
Die Angst sitzt auf dem Rücken der Veränderung. Rückwärts gewandt fest im Sattel. Ledernde Zügel verbinden die Angst mit dem stürmischen Ross. »Sieh, was du aufgibst!«, spricht die Angst. »Sieh, wie schön ich springen kann!«, erwidert das Ross. »Aber bist du bereit?«, fragt die Angst. »Wenn ich springen kann, dann bin ich bereit.« »So wirst du alles, was du kannst!«, donnert die Angst, »aber du wirst nicht, wer du bist.« »Wer bin ich, wenn nicht der, der ich sein kann?«, fragt das Ross. »Ich weiß, dass du jemand bestimmtes bist« spricht die Angst. »Ich wurde geschaffen, damit du nicht gedankenlos über jeden Stock und Stein springst, der da vor dir liegt. Ich will, dass du mitbekommst, was du tust, und dass du nur über den Stein springst, den du bewältigen willst.« Die Angst fährt fort: »Ein jeder Sprung wird dich verändern. Übe deinen Willen und ich werde dich nicht länger quälen. Wenn dein Herz höherschlägt, weil du weißt, dass der Sprung bedeutungsvoll ist, so werden mir die Zügel entgleiten.«
Denken
Gruppen ohne Geld
Wir brauchen Geld, weil wir in einer Welt von zweien leben. Eigentlich leben wir allein in der eigenen Welt, aber weil das nur spezielle Überlebenskünstler:innen können, gehen wir auf andere zu und tauschen. Geld ist die Perfektion des Tauschens. Komplexe Gebilde, die nicht viel Zeit haben, brauchen diese versklavende, Ungleichheit schaffende Perfektion. Würden wir in einer Welt von Gruppen leben, dann bräuchten wir Geld nicht. Wir würden nicht tauschen, sondern darauf achten, dass für alle weder zu viel noch zu wenig in der Gruppe ist.



