Wir brauchen Geld, weil wir in einer Welt von zweien leben. Eigentlich leben wir allein in der eigenen Welt, aber weil das nur spezielle Überlebenskünstler:innen können, gehen wir auf andere zu und tauschen. Geld ist die Perfektion des Tauschens. Komplexe Gebilde, die nicht viel Zeit haben, brauchen diese versklavende, Ungleichheit schaffende Perfektion. Würden wir in einer Welt von Gruppen leben, dann bräuchten wir Geld nicht. Wir würden nicht tauschen, sondern darauf achten, dass für alle weder zu viel noch zu wenig in der Gruppe ist. Alles, was reingegeben wird, muss rausgenommen werden. Und alles, was benötigt wird, muss reingegeben werden. Die Entscheidung, was man nimmt und gibt, liegt immer beim Einzelnen doch lebt er nun in einer Welt von Gruppen. In dieser Welt trifft er fortan seine Entscheidungen, nicht in seiner eigenen Welt, nicht ganz allein, nicht nur zu zweit, sondern mit der Wahrnehmung von vielen.
09 November 2025
Hinterlasse einen Kommentar