Gemeinsame Garten
Wenn ich eine Rose wäre, so wäre Demokratie das tiefe Gefühl, auch an der freien Entfaltung der anderen Rosen interessiert zu sein, weil sie den gemeinsamen Garten schöner machen.
Wenn ich eine Rose wäre, so wäre Demokratie das tiefe Gefühl, auch an der freien Entfaltung der anderen Rosen interessiert zu sein, weil sie den gemeinsamen Garten schöner machen.
Warum unterstützen so viele Menschen ein kaputtes System? Weil sie nur an das kaputte System denken können.
Es gibt im Laufe des Lebens keine Gewissheit, dass es gut wird, aber auch keine, dass es schlecht wird.
Alles ist politisch, aber nicht alles kann sich die ganze Zeit mit Politik beschäftigen oder wir verlieren die Liebe zur Musik, zur Kunst, zum Sport, zum Leben.
Weil Menschen jederzeit Gedanken spinnen können, behandeln sie ihre Fähigkeit zu denken wie ein gutes, altes Haus: Leider kommt außer Spinnen oft nicht viel bei raus.
Wir brauchen Geld, weil wir in einer Welt von zweien leben. Eigentlich leben wir allein in der eigenen Welt, aber weil das nur spezielle Überlebenskünstler:innen können, gehen wir auf andere zu und tauschen. Geld ist die Perfektion des Tauschens. Komplexe Gebilde, die nicht viel Zeit haben, brauchen diese versklavende, Ungleichheit schaffende Perfektion. Würden wir in einer Welt von Gruppen leben, dann bräuchten wir Geld nicht. Wir würden nicht tauschen, sondern darauf achten, dass für alle weder zu viel noch zu wenig in der Gruppe ist.
Schicksal, die vorgeburtliche Berufung. Diese Vorstellung übersieht, dass ich nur solchen Rufen folgen kann, denen ich folgen kann. Was nützt mir die ausgerufene Berufung Musiker zu werden, wenn ich musikalisch völlig unbegabt bin und auch keinen Spaß daran finde. Nicht mit der Macht des Schicksals sondern mit der Macht des eigenen Könnens kommt die eigene Verantwortung. Aber wie entscheidet sich, welches Können ich entwickle?
Der 16-Jährige Enzo bricht die Schule ab und beginnt eine Ausbildung zum Maurer. Nach der Arbeit springt er in den Pool des Hauses seiner wohlhabenden Eltern und zieht mit disziplinierten, immer gleichen Bewegungen seine Bahnen. Seine Eltern unterstützen ihn, halten ihre Sorgen und Kritik an Enzos Entscheidung aber nicht zurück. Ihnen wäre lieber, wenn er die Schule beendet und seinem künstlerischen Talent auf einer Privatschule nachgeht. Auf dem Bau lernt er den gutaussehenden Ukrainer Vlad und dessen Kumpel Miroslav kennen. Enzo fühlt sich auf eine jugendlich unerfahrene Weise in der sommerlichen Kulisse der Côte d’Azur zu Vlad hingezogen.
Mut ist das einzige, das man finden muss, obwohl man es selbst versteckt hat.
Aufmerksamkeit ist wie Wasser. Dort, wo sie hinfließt, wächst etwas. Doch dort, wo sie nur noch hinfließt, geht etwas unter.
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