Begegnung no. 1
Wenn die Mehrheit der Bevölkerung in einer Demokratie auf legalem Wege die Eigentumsverhältnisse der Reichsten angreift, zeigt sich, wer wirklich in einer Demokratie leben will.
Hey Tal! Tal war bereits mehrere Schritte aus dem Vorlesungssaal hinausgegangen. Durch die Seitentür über die Wiese. Er trat auf den überdachten Gehweg Richtung Hauptplatz der Uni als er ihre Stimme hörte. Er blieb stehen. Sie kam gemächlich hinter ihm her. Kann ich mit dir laufen? Ja, erwiderte er überrascht. Ein Gespräch entfaltete sich. Gehst du zur Bib? Tal nickte. Ich komme mit.
Plötzlich stand er vor mir. Wir hatten uns ein paarmal auf Partys und in der Schule gesehen und etwas länger den Blick aufeinander gelassen, sein Lächeln war mir in Erinnerung geblieben, aber wir hatten nie wirklich miteinander geredet. Diesmal schien etwas anders. Die Party lichtete sich langsam, aus dem Nebenraum ertönten Bässe, Lichterketten erhellten den Flur, auf dem wir uns trafen. Aus ihm kam ein aufgeregtes „Kann ich dich kurz sprechen?“ „Ja“ erwiderte ich und nahm einen Schluck aus meinem Strohhalm, ohne den Blick von ihm zu nehmen.
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