Warum absolut denken, wenn wir uns auch zwischen Extremen bewegen können? Freilich bedeutet das, die Unabgeschlossenheit der Welt zu umarmen. Antrieb jeder Bewegung. Bewegung findet ins Offene hinein statt. Aber sie braucht genauso feste Stützen, aus denen sie ausbrechen kann. Bewegung zwischen Extremen setzt voraus, dass wir wagen, die Extreme zu denken. Aber lieber extrem denken und mäßig handeln, als extrem zu handeln und mäßig zu denken.
Doch wer meint, sein Denken kontrollieren zu können, der wird böse überrascht. So grenzt das mäßige Handeln das extreme Denken ein, indem es sich herausnimmt, es immer wieder zu unterbrechen und in neue Bahnen zu werfen.