Sich gegenseitig sehen, passiert, wenn die jeweilige verbale und körperliche Sprache aufgegriffen, gespiegelt, in eine Antwort, in eine neue Frage verwandelt wird. Menschen lernen täglich voneinander und durch dieses Lernen voneinander bestätigen sie ihre jeweilige Existenz und Würde. Keiner ist mehr oder weniger wert als der andere. Wie sprichst du? Wie führst du eine Person oder Gruppe? Wie hörst du zu? Wie folgst du einer Person oder Gruppe? Wie interagierst du mit deiner Umwelt? All diese Feinheiten können mich inspirieren, ihr Erlernen wird mich mir selbst näherbringen. Und auf der anderen Seite ist der Mut, zu führen, mich zu zeigen. Ich kann weder wissen oder kontrollieren, dass meine Art und Weise andere inspiriert, was für sie wertvoll ist und was nicht. Aber es wäre ein Skandal, wenn ich das alles verberge, was ich in mir habe. Es wäre insofern ein Skandal, als eine Welt, in der niemand mehr sich mit seiner Weise zu sprechen, zu führen, zu folgen zeigt, eine stillstehende Welt wäre. Nur wie finden wir heraus, wer wann führt und folgt, spricht oder tanzt? Nur gemeinsam und nur, indem wir in Erinnerung halten, was bisher geschah und merken, wenn wir das Interesse verspüren, mal von jemand anderem zu lernen, als den Personen, die immer führen oder reden.