Es war kurz vor Mitternacht in einem kleinen Club. Pinkes Licht beleuchtete den Bar-Bereich, unter der Oberfläche brummte der Techno. Ich war mit zwei Freunden dort. Wir hatten bereits einen ziemlich guten Abend gehabt. Gutes Essen, ausgelassen gelacht, ich würde Freunde von Simon treffen, die ich unbedingt kennenlernen wollte. Spontan war sie auch gekommen, als sie hörte, dass wir in der Stadt waren. Nicht ohne mich vorher zu fragen, denn obwohl die anderen sie auch gut kannten, hatte ich ihr nicht Bescheid gegeben, sodass sie vermutete, dass ich sie vielleicht nicht dort haben wollte. In meiner überschwänglichen Stimmung beteuerte ich meine Freude, falls sie kommen würde. Zwei Stunden vorher hatte ich hingegen tatsächlich gehofft, sie die nächste Woche nicht wiederzusehen.Jetzt tanzten wir ausgelassen im Blauen Tiger in einem schicken Außenbezirk von Frankfurt. Morgen würde ich quer durchs Land zurückfahren. In diesemMoment war das alles egal. Die Musik dröhnte und als der künstliche Nebel sich verzog, sah ich, dass sie mich immer noch anblickte. Ich fühlte mich unwohl. Vor ein paar Wochen hatte sie mich Timothee getauft, weil meine Ästhetik sie an den Schauspieler erinnerte. Konnte man einem Menschen verbieten, einen anzuschauen?Ich entschied, wieder nach oben zu gehen. Die anderen folgten. Aus meinen Gedanken hatte sich der Nebel wider meiner Hoffnung nicht verzogen. Im Gegenteil verdichtete er sich. Sie saß nun neben mir und unterhielt sich mit Simon. Ich war froh, als Coco vorschlug einen Spaziergang zu machen. Wir waren so drüber. Ein kleines Podest vor dem Museum machten wir zur Theaterbühne. Es wurde Romeo und Julia und Nachts bei den Müllermanns aufgeführt. Am Ende saßen wir alle auf dem Podest und warfen uns Sätze, die wir aus dem Fernsehen oder von unseren eigenen schrägen Familien kannten, um die Ohren.Der Abend war mir längst entgleist. Warum hatte ich auch die Erwartung gehabt, neue Kontakte zu knüpfen? Als die Leuchtreklame vom Blauen Tiger vor uns erschien, verabschiedete sich Coco. Ich überlegte, ob ich mich anschließen sollte und entschied mich dagegen. Ich wollte dem Abend eine zweite Chance geben. Eine halbe Stunde später tanzten wir zu dritt eng aneinander. Ich weiß nicht, ob die aufkommende Lust ihm galt oder ihr? Von den anderen im Raum bekamen wir nichts mit. Sie und er schienen glücklich und in mir übertönte die berauschende Aufregung die Müdigkeit. Wir streichelten uns während der Beat sich mit dem bunten Lichtstrahler abwechselte. Irgendwann, ich weiß nicht, wie lange es dauerte, wurde er müde und wollte gehen. Sie und ich schlossen uns an. Sein Weg trennte sich von unserem während wir noch bis zum Bahnhof Zeit hatten uns zu entscheiden. Noch immer streichelten wir uns, doch wich ich ihren Augen aus. Sie waren so direkt auf ihr Ziel gerichtet. In mir sträubte es sich und doch war die Lust stark. Ihre Bahn fuhr ein. Mein Blick, der sich eine Entscheidung suchend um sie herum gewunden hatte, richtete sich funkelnd auf ihre offenen Augen, in mir sank etwas zusammen: Ich komme mit.
Es war kurz vor Mitternacht in einem kleinen Club. Pinkes Licht beleuchtete den Bar-Bereich, unter der Oberfläche brummte der Techno. Ich war mit zwei Freunden dort. Wir hatten bereits einen ziemlich guten Abend gehabt. Gutes Essen, ausgelassen gelacht, ich würde Freunde von Simon treffen, die ich unbedingt kennenlernen wollte. Spontan war sie auch gekommen, als sie hörte, dass wir in der Stadt waren. Nicht ohne mich vorher zu fragen, denn obwohl die anderen sie auch gut kannten, hatte ich ihr nicht Bescheid gegeben, sodass sie vermutete, dass ich sie vielleicht nicht dort haben wollte. In meiner überschwänglichen Stimmung beteuerte ich meine Freude, falls sie kommen würde. Zwei Stunden vorher hatte ich hingegen tatsächlich gehofft, sie die nächste Woche nicht wiederzusehen.Jetzt tanzten wir ausgelassen im Blauen Tiger in einem schicken Außenbezirk von Frankfurt. Morgen würde ich quer durchs Land zurückfahren. In diesemMoment war das alles egal. Die Musik dröhnte und als der künstliche Nebel sich verzog, sah ich, dass sie mich immer noch anblickte. Ich fühlte mich unwohl. Vor ein paar Wochen hatte sie mich Timothee getauft, weil meine Ästhetik sie an den Schauspieler erinnerte. Konnte man einem Menschen verbieten, einen anzuschauen?Ich entschied, wieder nach oben zu gehen. Die anderen folgten. Aus meinen Gedanken hatte sich der Nebel wider meiner Hoffnung nicht verzogen. Im Gegenteil verdichtete er sich. Sie saß nun neben mir und unterhielt sich mit Simon. Ich war froh, als Coco vorschlug einen Spaziergang zu machen. Wir waren so drüber. Ein kleines Podest vor dem Museum machten wir zur Theaterbühne. Es wurde Romeo und Julia und Nachts bei den Müllermanns aufgeführt. Am Ende saßen wir alle auf dem Podest und warfen uns Sätze, die wir aus dem Fernsehen oder von unseren eigenen schrägen Familien kannten, um die Ohren.Der Abend war mir längst entgleist. Warum hatte ich auch die Erwartung gehabt, neue Kontakte zu knüpfen? Als die Leuchtreklame vom Blauen Tiger vor uns erschien, verabschiedete sich Coco. Ich überlegte, ob ich mich anschließen sollte und entschied mich dagegen. Ich wollte dem Abend eine zweite Chance geben. Eine halbe Stunde später tanzten wir zu dritt eng aneinander. Ich weiß nicht, ob die aufkommende Lust ihm galt oder ihr? Von den anderen im Raum bekamen wir nichts mit. Sie und er schienen glücklich und in mir übertönte die berauschende Aufregung die Müdigkeit. Wir streichelten uns während der Beat sich mit dem bunten Lichtstrahler abwechselte. Irgendwann, ich weiß nicht, wie lange es dauerte, wurde er müde und wollte gehen. Sie und ich schlossen uns an. Sein Weg trennte sich von unserem während wir noch bis zum Bahnhof Zeit hatten uns zu entscheiden. Noch immer streichelten wir uns, doch wich ich ihren Augen aus. Sie waren so direkt auf ihr Ziel gerichtet. In mir sträubte es sich und doch war die Lust stark. Ihre Bahn fuhr ein. Mein Blick, der sich eine Entscheidung suchend um sie herum gewunden hatte, richtete sich funkelnd auf ihre offenen Augen, in mir sank etwas zusammen: Ich komme mit.
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