Danke für 10 Jahre Coming of Age mit diesem fantastischen Ensemble, danke für die tollen Sets, Kostüme und Oh mein Gott so viele Songs, die ich nie vergessen werde. Die Duffer Brüder haben bis zum Finale nicht ihre Liebe für die Charaktere von Stranger Things verloren. Charaktere die alle funktionieren und einen eigenen Herzschlag mitbringen. Sie haben sich das Leben in der 5. Staffel schwer gemacht durch die Einführung der Generation von Mikes kleiner Schwester Holly, aber ich muss sagen: Ich habs geliebt und ich verstehe auch den Sinn dahinter, dass es für Mike und Co. Zeit wird sich von ihrer Kindheit zu trennen und für die jüngeren Platz zu machen. Natürlich schmerzt es die Zuschauenden, denselben Prozess durchzumachen, wenn Mike und El und Jonathan und Nancy kaum Momente mehr zusammen bekommen, aber dieser Schmerz ist ein Testament dafür, wie gut die Duffer Brüder die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander davor entwickelt haben. Und wenn ihnen eins gelingt, dann ist es, den Staffelstab der Werte Freundschaft und zusammen zu spielen oder notfalls zusammen zu kämpfen, weiterzugeben. Dungeons and Dragons, Demogorgons und Vecna, Superkräfte und Selbstzweifel haben die Freunde zusammengebracht und darum ging es für mich in Stranger Things immer. Deshalb kann ich nur sagen: Es ist ne Runde Sache geworden mit Sternchen, weil uns ein wunderbarer Epilog gegeben wird. Ich denke, die Serie Stranger Things wird gut altern. Leider kommt jetzt die Phase, wo Netflix die Eier legende Wollmilchsau aussaugen wird mit einer Zeichentrickserie und bestimmt dem ein oder anderen Spin-Off (#Montauk), aber hey vielleicht kriegt Jonathan dann auch das Geld, seinen Antikapitalismusfilm zu drehen.
STUDIO 21 LAPS ENTERTAINMENT, UPSIDE DOWN PICTURES DREHBUCH MATT DUFFER, ROSS DUFFER REGIE MATT DUFFER, ROSS DUFFER JAHR 2025
Neueste Filmkritiken
The Drama
The Drama erkundet die dunklen und die hellen Seiten der menschlichen Psyche mit einem Verständnis für den Einfluss von Mitmenschen, von Zeitdruck und von der Gesellschaft auf diese Seiten. Das Drama entsteht, weil Emma und Charlie mit ihren Trauzeugenden, dem befreundeten Paar, Rachel und Mike, drei Tage vor der Hochzeit zu Abend essen. Gegen Ende kommt die Frage auf: Was war das Schlimmste, was du jemals im Leben getan hast?
Enzo
Unter dem blauen Sommerhimmel an der Côte d’Azur bricht der 16-Jährige Enzo die Schule ab und beginnt eine Ausbildung zum Maurer. Nach der Arbeit springt er in den Pool des Hauses seiner wohlhabenden Eltern und zieht mit disziplinierten, immer gleichen Bewegungen seine Bahnen. Seine Eltern unterstützen ihn, halten mit ihren Sorgen und Kritik an Enzos Entscheidung aber nicht zurück. Ihnen wäre es lieber, wenn er die Schule beenden und seinem künstlerischen Talent auf einer Privatschule nachgehen würde. Auf der Baustelle lernt er den gutaussehenden Ukrainer Vlad und dessen Kumpel Miroslav kennen. Die aufkeimende Anziehung von Enzo zu Vlad stellt ihn vor die Aufgabe, seine jugendliche Komfortzone zu verlassen.
Marty Supreme
Josh Safdie hat etwas verstanden, was eigentlich auf der Hand liegt, aber doch viele Geschichtenerzählende zu übersehen scheinen: Der Charakter eines Charakters liegt nicht nur in seinem Charakter, sondern genauso in seiner Umgebung. Klingt paradox? Ist es aber nicht. Ja, Marty Mauser ist ein waschechter Egoist, ja, er hält sich für den besten Tischtennisspieler der Welt und ja, er ist verdammt ungeduldig. Aber die Menschen im New York der 50er sind es auch. Sein Onkel, der Marty ohne Rücksicht zum Geschäftsführer seines Schuhladens machen will. Seine Freundin, Nicht-Freundin, die abgesehen davon, dass sich Marty ihr gegenüber die meiste Zeit wie ein beschissener Freund verhält, auch eine Ungeduld auf Marty überträgt.
Chronicles from the Siege
Die Sprache des Kinos ist eher das Zeigen als das Sprechen. Und es ist ein Statement von Wim Wenders und der Jury der Berlinale, die wegen ihrer Unpolitikalität kritisiert wurden, dass der Goldene Bär und der Preis für den besten Debütfilm an Filme gingen, die die Ungerechtigkeit der Unterdrückung auf so kunstvolle, detaillierte und humanistische Weise zeigen. Während sich „Yellow Letters“ von Ilker Çatak auf die privilegierte Welt konzentriert, zeigt „Chronicles from the Siege“ von Abdallah Al-Khatib die rohe Brutalität des Überlebens in Palästina.
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