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09.06.2024
Man kann sich nur so tief einlassen, wie man bereit ist, etwas auch wieder gehen zu lassen. Man kann nur so stark Ja sagen, wie man auch Nein sagen kann.
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01.06.2024
Macht ist Können. Frei ist nur, wer seine Macht richtig einschätzt. Denn wer seine Macht überschätzt, der muss zuerst die Illusion aufrechterhalten, die ihn glauben lässt, so viel Macht zu haben. Und der, der seine Macht, unterschätzt, traut sich nicht zu, etwas zu können.
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Kannst du „Nein“ sagen?
Das ist jetzt wichtig! Kannst du „Nein“ sagen? Sie schaute mich mit zusammen gekniffenen Augenbrauen an. Was meinst du, kannst du „Nein“ sagen? Also, kannst du mir gegenüber „Nein“ sagen?
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27.05.2024
Jeder Mensch hat ein Gespür für Qualität, für Zusammenhängendes, jeder Mensch hat ein Gespür für den Aufbau und Abbau von Qualität. Seine eigenes Urteil für Qualität zu vernachlässigen, nur auf Einladung in die Welt einzubringen oder die Fähigkeit anderer, Qualität einzuschätzen, im Verhältnis zu meiner eigenen Fähigkeit zu unterschätzen, lässt mich immer an der Schwelle zur Welt stehen und nie vollkommen unbedingt in sie eintauchen. Im Umkehrschluss machen wir es uns gegenseitig immer wieder einfacher oder schwerer, diese Schwelle zu übertreten, werfen uns wieder ins Abseits oder laden uns liebevoll ein, wenn wir einander zutrauen und ansprechen, als ob wir ein Gespür für Qualität haben.
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Im grunde eins
Der Unterschied meines Geistes zu deinem Geist ist kein qualitativer, sondern ein örtlicher. Mein Geist ist nur mein unter der Bestimmung meines Ichs. Dein Geist ist nur dein unter der Bestimmung deines Ichs. Im Grunde sind wir Eins. Wir können jedoch nicht zusammenfallen, weil ich niemals unter deine Bestimmung gelangen kann. Wir sind einander ein Rätsel.
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jazzy_afternoon_improv
jazzy_afternoon_improv http://jannikhowind.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-06-16_jazzy_afternoon_improv.m4a Jannik Howind, 16. Juni 2024
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reflections_hmll
reflections_hmll http://jannikhowind.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-06-06_reflections_hmll.m4a Jannik Howind, 06. Juni 2024
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08.05.2024
Manchmal verfolgen Menschen ihre eigene Agenda und beziehen andere ungefragt darin ein. Das oder das Misstrauen, ob ein solcher Fall vorliegt, führt zu wirren Situationen. Wenn Menschen ihrer eigenen Agenda gegenüber, sofern sie eine haben, nicht ehrlich sind oder durch vorherige Erfahrungen oder das unterstellende Zureden von anderen fest von einer bestimmten Agenda bei ihrem Gegenüber ausgehen, dann kann es zu haarigen Momenten kommen. Zum Glück folgen Menschen manchmal auch keiner eigenen Agenda, sondern schlicht ihrer Neugierde, dann kann es zu schönen Gesprächen kommen.
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Challengers
Luca Guadagnino verbindet auf von ihm gewohnt ästhetisch, in Songauswahl und Symbolik beeindruckender Art in seinem neuesten Film eine intime Dreiecksbeziehung mit der Welt des Tennis. Drei Menschen, die in einer Welt von Zweien leben, in der es nur einen Gewinner geben kann. Eine eigentlich unmögliche Spannung. Bevor es jedoch ums Gewinnen, um die Liebe oder um Polyamorie geht, geht es in Challengers ums Erwachsenwerden, um die Entdeckung des unbedingten Mutes zu sich selbst, der einen erst frei zu anderen führen kann.
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07.05.2024
Es gibt kein Perfekt, es gibt nur immer wieder Herausfinden, ob der Wind sich gedreht hat. Es gibt, sich anpassen im Bewusstsein des eigenen Wollens und für den Moment gemeinsam Wirken. Der Wind ist weder der Sklave des Segels noch ist das Segel der Sklave des Windes. Wind und Segel sind eigene Willen, die zusammen einen Weg finden können. Und wer wäre das Segel, vom großen Wind zu erwarten, sich an das Segel anzupassen? Und dennoch, der Wind hat sein eigenes Wirken und passt sich an das Segel an, wenn er es will. Manchmal hilft für das Segel nur zu warten.