filmkritik

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    Anatomie eines Falls

    Ein mehrdeutiger Fall aus einer mehrstöckigen Holzhütte in den französischen Alpen. Dies ergibt die Obduktion des gefallenen Körpers von Samuel. Zurück bleiben seine Ehefrau Sandra und der gemeinsame seit einem Unfall nahezu blinde Sohn Daniel. Weil der Körper und die Hütte keine eindeutigen Spuren hinterlassen, kommt es zu einem langen und vielschichtigen Prozess im Gericht. Angeklagte ist sie, Ankläger die Staatsanwaltschaft, Verteidiger ein Freund, der Anwalt ist, Suchender ist er, Daniel.

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    The Banshees of Inisherin

    Wie kann ein Film, der vor hundert Jahren auf einer kleinen irischen Insel spielt, fesselnder und kurzweiliger sein, als das audio-visuelle Spektakel Avatar 2? Vielleicht, weil es spannender ist, die Entwicklung eines fundamentalen Konflikts in der Beziehung von zwei Freunden mitzubekommen, die Jahr ein Jahr aus täglich in denselben Pub gingen um einen zu trinken, als eine langgestreckte Zeit auf Pandora zu verbringen.

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    The Menu

    Wie sein ein Monat früher geborener Zwilling „Triangle of Sadness“ reflektiert „The Menu“ auf bissige Art und Weise Machthierarchien bis sich mir beinahe der Magen umdreht. Diese Bewegung der Umkehrung ist bei beiden Filmen der Kern und doch offensichtlich nicht die Botschaft.

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    Der Club der toten Dichter

    Bildung. Was ist das eigentlich? Ein Kopf auf den Ellenbogen gestützt vor einem Lehrbuch? Allein im Zimmer kann diese Geste des Körpers und eines Buches Leidenschaft und Seelenruhe bedeuten, in einem Raum mit einer Person an der Spitze kommt mir eher der Gedanke von tiefstem Gehorsam.

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    No Time To Die

    Irgendwie werde ich mit dem Film nicht warm. Die Action wirkt oft austauschbar, selbst wenn die Setgestaltung und die Orte wunderbar aussehen. Wenn ich den Film in einem Satz beschreiben müsste, dann wäre es wohl dieser: "No Time to Die" testet Grenzen aus. Er testet die Grenzen dessen aus, was Bond ist oder eben nicht ist. Über das Ergebnis dieser Strapazierung des Gewohnten wird natürlich gestritten werden. Für mich war es die Erkenntnis, dass „No Time to Die“ oft nicht Bond ist.

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    The Terminal

    „The Terminal“ ist einer dieser Filme, die ohne große Effekte auskommen und quasi nur an ei-nem Ort spielen. In diesem Fall das Terminal des JFK Flughafens in New York. Die Hauptfi-gur Viktor Navorski – grandios gespielt von Tom Hanks – bleibt dort stecken, weil sich sein Herkunftsland während seiner Flugreise durch einen eskalierten Bürgerkrieg praktisch in Luft aufgelöst hat, zumindest rechtlich. Seine nun ungültigen Papiere erlauben dem Flughafenmana-ger nicht, ihn einreisen zu lassen, aber genauso wenig, ihn wieder ausreisen zu lassen.

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    The Guilty

    Ein Mann sitzt in einer Notrufzentrale in Kopenhagen und telefoniert. Der dänische Film The Guilty (2018) ist das Argument für alle, die schon immer gefühlt haben, dass es bei einem Film nicht zuerst um die Bilder geht.

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    Titane

    Der Film „Titane“ geht unter die Haut. Wer emotional und bildgewaltig auf festen Füßen steht, kann mit diesem Film auf eine gefühlvolle Reise gehen, die in dieser Form einzigartig ist. „Titane“ veranschaulicht den seelischen Kampf eines Menschen, die sich selbst und ihre eigene Leiblichkeit – allen voran ausgedrückt durch die eigene Sexualität – nicht annehmen kann, und das in einer bedrückenden Konsequenz.

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    Good Time

    Mein Herz rast. Was war das denn gerade? Wie ein Kick in die Magengrube nur um dann doch noch auf einer sanften, melancholischen Note zu landen. Mitreißend, packend und auch berührend ist Good Time ein Film der amerikanischen Regie-Brüder Joshua und Benjamin Safdie.