Ich habe Angst. Eine kühle Wohnsiedlung. Spielende Kinder. Ein Horrorfilm. Die Entdeckung der Kraft, Leben zu lassen und zu zerstören. Eine Geschichte über Einsamkeit, den verzweifelten Wunsch, Wesen zu finden, mit denen man seine Erlebnisse teilen kann, Enttäuschung, Konflikt und Angst. Die große Angst, sich eingestehen zu müssen, dass man sich ändert, ändern muss, erwachsen wird. Aber diese Schritte müssen einem gelassen werden. Es gibt Schicksale, denen ist es vergönnt, Vertrauen in sich und die Welt zu fassen. Sie können die notwendigen Schritte nicht gehen. Zu tief sitzt der Schmerz. Sie sind eigen und wecken die Neugier, derjenigen, die vom Anderen fasziniert sind. Doch es ist eine Zerreißprobe den Kontakt zwischen Welten aufrechtzuerhalten. Dabei lernt man, Hilfe anzunehmen, und dass man nicht allein ist. Lernt man es nicht, wartet die Angst hinter der nächsten Ecke. Mit großen dunklen Augen, die Realität verzerrend. The Innocents hat mir Angst gemacht. Schleichend, mich in seinen Bann ziehend. Meine Seele wuchtig gepackt. Die Schrecken, die wir uns antun können, weil sich unsere Wahrnehmung vernebelt. Und das Glück, das entstehen kann, wenn wir den Stummen zuhören und den Blinden die bewegten Blätter im Wald zeigen. Die Angst legt sich für einen Moment. Im Grunde sind wir alle unschuldig.

STUDIO u.a. MER FILM DREHBUCH ESKIL VOGT REGIE ESKIL VOGT JAHR 2021

Neueste Filmkritiken

No Other Choice

Ich finde, Park Chan-wook schafft es wie kein zweiter, in jeder Szene Konstellationen aus Figuren, Umgebung, Sound und Licht zu schaffen, Konstellationen aus diesen unterschiedlichen Elementen, welche alle jeweils ihre eigene Absicht und Bedeutung mitbringen, welche sich mit diesen Bedeutungen verschränken und die dadurch der Haupthandlung eine dicke und lebendige Haut geben. Ich bin mir sicher, dass dieser gestraffte Körper da ist, selbst dann, wenn ich in manchen Momenten nicht den Körper als ganzen fassen kann, sondern nur die Hand oder das Bein sehe.

Stranger Things Finale Staffel

Danke für 10 Jahre Coming of Age mit diesem fantastischen Ensemble, danke für die tollen Sets, Kostüme und Oh mein Gott so viele Songs, die ich nie vergessen werde.

Der Fremde

Algier. 1938. Eine Stimme erzählt, dass die Franzosen Algerien in ein neues Zeitalter geführt haben. Szenenwechsel. Wir sehen zwei Männer einen Mann in einem steinernen Gebäude im Schatten zur Kamera führen bis das einfallende Licht der Sonne sein Gesicht zeigt. Er wird in ein Lager mit anderen Gefangenen gebracht. Was hast du gemacht? fragt einer. Ich habe einen Araber getötet.