Jannik Howind

Über Jannik Howind

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Bisher hat Jannik Howind, 259 Blog Beiträge geschrieben.

Die Wildblumen

Meine Mutter war in ihrem Zimmer am Schreibtisch. Es ist ein schönes Zimmer mit zwei großen Fenstern gen Süden, aber Bäume vor dem Haus sorgen dafür, dass es am Tag weder zu hell noch zu dunkel ist und nicht zu warm während des Sommers. Im Zimmer stehen eine Menge Holzmöbel und sogar eine Wand ist aus Holz. Sie hatte ein paar Wildblumen von dem Feld in der Nähe unserer Wohnung auf ihren Schreibtisch getan, aber ich habe sie in dem Moment nicht bemerkt. Ich war ein wenig am Zittern und lehnte mich vorsichtig in den Türrahmen. Ich war vierzehn. Ich hörte mich leise sagen: Kann ich mit dir reden?

Die Wildblumen2026-01-26T11:47:08+01:00

Kannst du „Nein“ sagen?

Das ist jetzt wichtig! Kannst du „Nein“ sagen? Sie schaute mich mit zusammen gekniffenen Augenbrauen an.Was meinst du, kannst du „Nein“ sagen?Also, kannst du mir gegenüber „Nein“ sagen? Ihr Blick hatte sich nicht von der Stelle bewegt.Eigentlich kann ich das schon, ja. Warum fragst du? Fragte ich etwas überrumpelt, ein bisschen neugierig war ich aber schon, was sollte das Ganze?

Kannst du „Nein“ sagen?2026-01-26T11:45:36+01:00

Der übelwollende Lehrer

Mein Lehrer war klug. Sehr klug. Er zeigte auf die Tafel und wusste genau, dass er keinen Fehler gemacht hatte, sei es in Deutsch oder Mathematik. Er unterrichtete beides. Er erwartete von uns die gleiche Aufmerksamkeit und Disziplin wie von sich selbst. Schon ein leichtes Abweichen wurde vor den Augen aller markiert.

Der übelwollende Lehrer2026-01-26T11:42:45+01:00

Der Blick

Es war kurz vor Mitternacht in einem kleinen Club. Pinkes Licht beleuchtete den Bar-Bereich, unter der Oberfläche brummte der Techno. Ich war mit zwei Freunden dort. Wir hatten bereits einen ziemlich guten Abend gehabt. Gutes Essen, ausgelassen gelacht, ich würde Freunde von Simon treffen, die ich unbedingt kennenlernen wollte. Spontan war sie auch gekommen, als sie hörte, dass wir in der Stadt waren. Nicht ohne mich vorher zu fragen, denn obwohl die anderen sie auch gut kannten, hatte ich ihr nicht Bescheid gegeben, sodass sie vermutete, dass ich sie vielleicht nicht dort haben wollte. In meiner überschwänglichen Stimmung beteuerte ich meine Freude, falls sie kommen würde. Zwei Stunden vorher hatte ich hingegen tatsächlich gehofft, sie die nächste Woche nicht wiederzusehen.

Der Blick2026-01-26T11:36:42+01:00

Der Fremde

Algier. 1938. Eine Stimme erzählt, dass die Franzosen Algerien in ein neues Zeitalter geführt haben. Szenenwechsel. Wir sehen zwei Männer einen Mann in einem steinernen Gebäude im Schatten zur Kamera führen bis das einfallende Licht der Sonne sein Gesicht zeigt. Er wird in ein Lager mit anderen Gefangenen gebracht. Was hast du gemacht? fragt einer. Ich habe einen Araber getötet.

Der Fremde2026-01-26T11:07:15+01:00

Sorry, Baby

„Sorry, Baby“ ist von erfrischender Einfachheit und Authentizität des heutigen Zeitgeistes und zugleich voller Können und Mut. Im Mittelpunkt steht Agnes, die in einer Kleinstadt in Literatur promoviert und bereits wenig später als befristete Professorin arbeitet. Direkt neben ihr steht ihre Mitpromovierende und beste Freundin Lydie. [...] In kleinen Momenten, mit kurzen Blicken, Berührungen, Worten zwischen den beiden erfahren wir, dass während der Promotion etwas zwischenmenschlich Traumatisierendes in Agnes Vergangenheit passiert sein muss, von dem außer Agnes nur Lydie weiß.

Sorry, Baby2026-01-26T10:40:59+01:00
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