Ich habe Angst. Eine kühle Wohnsiedlung. Spielende Kinder. Ein Horrorfilm. Die Entdeckung der Kraft, Leben zu lassen und zu zerstören. Eine Geschichte über Einsamkeit, den verzweifelten Wunsch, Wesen zu finden, mit denen man seine Erlebnisse teilen kann, Enttäuschung, Konflikt und Angst. Die große Angst, sich eingestehen zu müssen, dass man sich ändert, ändern muss, erwachsen wird. Aber diese Schritte müssen einem gelassen werden. Es gibt Schicksale, denen ist es vergönnt, Vertrauen in sich und die Welt zu fassen. Sie können die notwendigen Schritte nicht gehen. Zu tief sitzt der Schmerz. Sie sind eigen und wecken die Neugier, derjenigen, die vom Anderen fasziniert sind. Doch es ist eine Zerreißprobe den Kontakt zwischen Welten aufrechtzuerhalten. Dabei lernt man, Hilfe anzunehmen, und dass man nicht allein ist. Lernt man es nicht, wartet die Angst hinter der nächsten Ecke. Mit großen dunklen Augen, die Realität verzerrend. The Innocents hat mir Angst gemacht. Schleichend, mich in seinen Bann ziehend. Meine Seele wuchtig gepackt. Die Schrecken, die wir uns antun können, weil sich unsere Wahrnehmung vernebelt. Und das Glück, das entstehen kann, wenn wir den Stummen zuhören und den Blinden die bewegten Blätter im Wald zeigen. Die Angst legt sich für einen Moment. Im Grunde sind wir alle unschuldig.
STUDIO u.a. MER FILM DREHBUCH ESKIL VOGT REGIE ESKIL VOGT JAHR 2021
Neueste Filmkritiken
Anatomie eines Falls
Ein mehrdeutiger Fall aus einer mehrstöckigen Holzhütte in den französischen Alpen. Dies ergibt die Obduktion des gefallenen Körpers von Samuel. Zurück bleiben seine Ehefrau Sandra und der gemeinsame seit einem Unfall nahezu blinde Sohn Daniel. Weil der Körper und die Hütte keine eindeutigen Spuren hinterlassen, kommt es zu einem langen und vielschichtigen Prozess im Gericht. Angeklagte ist sie, Ankläger die Staatsanwaltschaft, Verteidiger ein Freund, der Anwalt ist, Suchender ist er, Daniel.
Little fires everywhere
What we want to believe. What we want to see. What we want to become or not to become. It is fear that makes this want desperate and that covers the sky with clouds. A sky that is sunny and cloudy and light and dark altogether. I have rarely seen a better use of characters to support the painting of a greyshaded picture with two moms in the center that couldn’t be more different, one black the other white, one an artist with an only child the other a career-driven mother that manages four children, one a traveler sleeping in the car, the second a settler sleeping in a villa. But both have their secrets and decisions of the past.
Aftersun
„Aftersun“, das Debut der schottischen Filmschaffenden Charlotte Wells, strotzt nur so vor Kreativität, Mut und Feinfühligkeit.
The Menu
Wie sein ein Monat früher geborener Zwilling „Triangle of Sadness“ reflektiert „The Menu“ auf bissige Art und Weise Machthierarchien bis sich mir beinahe der Magen umdreht. Diese Bewegung der Umkehrung ist bei beiden Filmen der Kern und doch offensichtlich nicht die Botschaft.
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